Aktuelles vom Archivverbund Bautzen

Archivverbund zieht Jahresbilanz

  Archiv Bautzen

Der Archivverbund Bautzen, bestehend aus dem Stadtarchiv und dem Staatsfilialarchiv, hat die Statistik für das vergangene Jahr vorgelegt. Mit 258 Benutzern ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr unwesentlich gesunken. Mit durchschnittlich 2,3 Nutzertagen pro Besucher ist die Verweildauer jedoch gestiegen, 595 Benutzertage sind es in Summe. 117 Anliegen waren heimatkundlicher Natur, 61 wissenschaftlicher, 47 privater bzw. familienkundlicher und 28 amtlicher. 230 schriftliche Anfragen beantwortete das Stadtarchiv, 169 das Staatsfilialarchiv. Insgesamt mussten 2.881 Akten ausgehoben und reponiert und 1.059 Scans angefertigt werden. Die Zahl der Digitalisierungen für Nutzer ist rückläufig, weil immer mehr Akten bereits als Digitalisat zur Verfügung gestellt werden können.

Im Bereich der Bestandsbearbeitung und Erschließung konzentrierte sich die Arbeit des Stadtarchivs auf die Unterlagen ehemaliger Polytechnischer und Erweiterter Oberschulen im Stadtgebiet sowie auf bislang nicht erschlossene Unterlagen des Rats der Stadt aus den Jahren 1945 bis 1990. Auch konnten 558 Flurkarten, Stadtpläne und Gebäuderisse für Archivzwecke aufgearbeitet werden. Unterlagen des bis 1949 bestehenden Bautzener Kustvereins sowie aus der Provenienz und insgesamt 1.329 Urkunden aus dem Zeitraum zwischen 1617 und 1902 stehen Nutzern seit diesem Jahr zur Verfügung.

Das Staatsfilialarchiv erschloss im vergangenen Jahr 43,48 lfm ihres Aktenbestandes zu Landständen der sächsischen Oberlausitz sowie Flurkarten des Kreises Niesky und einen Teil des Bestandes aus dem Nachlass der Familie von Gersdorff. Zudem stellt der Archivverbund inzwischen mehr als 110.000 Informationen beispielsweise auf der Homepage des Sächsischen Staatsarchivs bzw. auf monasterium.com, der weltweit größten Online-Plattform für Urkunden, zur Verfügung.

Parallel erfolgte eine Optimierung, Erfassung und Sicherung gelagerter Bestände in Größenordnungen als wichtiger Schritt zur Bestandserhaltung. Bestände, die beispielsweise durch Tintenfraß geschädigt waren, konnten gesichert werden. Immer mehr Institutionen, Unternehmen und Privatpersonen stellen dem Archivverbund Unterlagen zur Verfügung, die gesichtet, sortiert und eingearbeitet werden mussten.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit führte der Archivverbund 8 Veranstaltungen durch und beteiligte sich im März am „Tag der Archive“. Knapp 400 Besucher nahmen die Angebote an. Zu insgesamt 12 Archivführungen kamen etwa 150 Interessenten. Im Herbst war Bautzen Gastgeber einer Tagung der „Oberlausitzschen Gesellschaft“ mit dem Schwerpunkt 1000 Jahre Friede von Bautzen.

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